240 Teilnehmer*innen beim 3. Essener Symposium für Fotografie des Zentrums für Fotografie Essen
Am 4. und 5. Februar 2026 fand das 3. Essener Symposium für Fotografie vom Zentrum für Fotografie Essen statt. Unter dem Titel „What Will Photography Be? An Invitation to Speculate“ tauschte sich ein international besetztes Fachpublikum über den aktuellen Stand in der internationalen Fotoforschung aus.
Im 200. Jubiläumsjahr der Fotografie – das erste erhaltene fotografische Bild datiert auf das Jahr 1826 –teilten elf international renommierte Forscher*innen ihre Perspektiven und Ansätze zu drängenden gesellschaftlichen und technischen Fragen der Fotografie. Dazu gehörten Beiträge über den Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Fotografie, die Wiederentdeckung von Entwicklungstechniken, Rückblicke in die Geschichte und Spekulationen über die Zukunft. Referent*innen waren: Prof. Dr. Monica C. Bravo (Princeton University), Prof. Dr. Jens Schröter (Universität Bonn), Prof. Dr. Michelle Henning (University of Liverpool), Irina Pelea Cringuta (Doktorandin an der Tito Maiorescu University Bukarest), Terrence Phearse (Institute for Doctoral Studies in the Visual Arts Portland), Bernd Behr (London), Paul Frosh (Jerusalem), André Gunthert (Paris), Daniel Rubinstein (London), Therese Schuleit (Mülheim/Ruhr), Helen Westgeest (Leiden).
Als eines der Mitglieder des Zentrums für Fotografie stand das Historische Archiv Krupp den 240 Teilnehmenden für eine Führung durch das Archiv offen. Vor Ort erhielt eine Gruppe von Interessierten einen Einblick in die umfassenden Fotografiebestände des Archivs und konnte sich im Anschluss in einen Fachaustausch begeben.
Über das Zentrum für Fotografie Essen
Das Zentrum für Fotografie Essen ist ein Zusammenschluss der Folkwang Universität der Künste, des Historischen Archivs Krupp, des Museums Folkwang und der Stiftung Ruhr Museum. Es organisiert Tagungen, unterstützt Ausstellungen, koordiniert Forschungsprojekte, Lehrveranstaltungen sowie den übergreifenden Austausch zu Fragen von Archivierung, Restaurierung und Konservierung. In besonderer Weise ist das Zentrum der öffentlichen Vermittlung des Kulturguts Fotografie verpflichtet – in der gesamten Breite seiner Anwendungsgebiete und Gebrauchsweisen.
Das Historische Archiv Krupp
Im Jahr 1905 gegründet, ist das Historische Archiv Krupp das älteste deutsche Wirtschaftsarchiv und eine der bedeutendsten Einrichtungen seiner Art. Es verwahrt die Überlieferung der Industriellenfamilie Krupp und ihrer Unternehmen – eine Überlieferung, die mit den großen Themen der Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts verbunden ist. Das Archiv übernimmt kontinuierlich Quellen, erschließt sie systematisch, sorgt für ihren Erhalt und ihre Vermittlung in die Öffentlichkeit. Die Bestände – mehr als zehn Regalkilometer – werden von Forscherinnen und Forschern aus aller Welt genutzt. Mit Publikationen und der Historischen Ausstellung Krupp fördertdas Archiv die geschichtliche Bildung. Das Archiv sitzt in der Villa Hügel und befindet sich im Eigentum der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung. Das Historische Archiv Krupp wurde 1905 gegründet und ist heute im Eigentum der Krupp-Stiftung. Es bewahrt neben klassischem Schriftgut, Postkarten, musealen Objekten, Filmen und vielen anderen Archivalien rund 2,5 Millionen Fotografien.