Literatur, Musik und bildende Kunst

Bei der Förderung von Literatur, Musik und bildender Kunst rückt die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung längerfristig wirksame Vorhaben in den Mittelpunkt, wie die Förderung junger Künstler im Rahmen der Programme „Kataloge für junge Künstler“ und „Zeitgenössische deutsche Fotografie“. Mit dem Stipendienprogramm „Museumskuratoren für Fotografie“ wird der Bereich Fotografie im musealen Rahmen unterstützt. Die Stiftung beschränkt sich damit bewusst auf ausgewählte Bereiche, in denen sie nachhaltige Wirkung erzielen möchte. Hierzu gehört auch die Finanzierung des Neubaus des Museum Folkwang oder die langjährige Förderung der Kulturstiftung Ruhr.

Museum Folkwang

Im Jahr 2006 hat die Stiftung entschieden, der Stadt Essen den Neubau des Museum Folkwang als alleinige Förderin zu ermöglichen. Architekt des Museums ist David Chipperfield. Im Januar 2010 wurde der Neubau des Museum Folkwang eröffnet. Seit 2015 ermöglicht die Stiftung den freien Eintritt in die ständige Sammlung des Museum Folkwang.

Fotografie

Seit 1979 arbeitet die Stiftung eng mit der Fotografischen Sammlung des Museum Folkwang in Essen zusammen, unterstützt Publikationen und Ankäufe von Nachlässen. 1994 hat sie eine Stiftungsprofessur zur „Geschichte und Theorie der Fotografie“ an der Universität Essen eingerichtet. Die Stipendienprogramme „Zeitgenössische deutsche Fotografie“ und „Museumskuratoren für Fotografie“ dienen der Förderung des Nachwuchses.

Junge Künstler

Seit 1982 hat die Stiftung im Programm „Kataloge für junge Künstler“ mehr als 100 Katalogförderpreise vergeben – als Auszeichnung und als Starthilfe am Beginn einer noch offenen Karriere.

Kulturelle Vielfalt und Migration

In einer gemeinsamen Förderinitiative vergeben die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung, die Alfred Toepfer Stiftung F.V.S. und die Stiftung Polytechnische Gesellschaft zum dritten Mal das Museums-Stipendium „Kulturelle Vielfalt und Migration“. Das Stipendium der Krupp-Stiftung bietet drei Hochschulabsolventen mit besonderer Sachkenntnis und persönlicher Erfahrung im Bereich Migration die Möglichkeit, für zwei Jahre in kulturhistorischen Museen, vorwiegend in den östlichen Bundesländern, zu arbeiten.

Thomas Mann Fellowships

Pacific Palisades in der Nähe von Los Angeles ist berühmt als das geistig-intellektuelle Zentrum des deutschen Exils in den USA. Hier fanden neben vielen Anderen Thomas Mann und seine Familie für viele Jahre eine neue Heimat. Ihr ehemaliges Wohnhaus wurde im November 2016 vom Auswärtigen Amt für die Bundesrepublik Deutschland erworben, um es im Gedenken an die Zeit des deutschen Exils zu erhalten und zu einer Begegnungsstätte für den transatlantischen Diskurs auszubauen. Kernstück des Programms der Einrichtung sind die „Thomas Mann Fellowships“, deren Teilnehmer – renommierte Wissenschaftler, Intellektuelle und Künstler – während ihrer Aufenthalte an diesem geschichtsträchtigen Ort Debatten zu grundlegenden Gegenwarts- und Zukunftsthemen auf beiden Seiten des Atlantiks anstoßen sollen. Das Residenzprogramm wird von der Bundesregierung, der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung und weiteren Stiftungen gefördert.

Kulturstiftung Ruhr

„Dem kulturellen Leben im Ruhrgebiet neue Impulse geben und Maßstäbe und Ziele setzen“ – so will es laut Satzung die Kulturstiftung Ruhr, die Berthold Beitz 1984 persönlich gegründet hat.
Sie organisiert auch den Besucherdienst für die Villa Hügel und den Park.
Sitz der Kulturstiftung Ruhr ist die Villa Hügel, das einstige Wohnhaus der Familie Krupp. Die Villa Hügel ist seit 1953 – auf Initiative von Alfried Krupp – Ort bedeutender kunst- und kulturgeschichtlicher Ausstellungen.