Erziehung und Bildung

Chancengleichheit ermöglichen, zur Völkerverständigung beitragen und die Ausbildung der jungen Generation verbessern sind Ziele, von denen sich die Stiftung leiten lässt. Stipendienprogramme und Projektwettbewerbe ermöglichen einen effektiven Einsatz der Mittel. Einzelstipendien vergibt die Stiftung nicht.

Stipendienprogramme

Im Rahmen von Stipendienprogrammen erhalten Studierende deutscher Hochschulen und Schüler die Möglichkeit, im Ausland neue Erfahrung zu sammeln und sich mit anderen Kulturen auseinanderzusetzen. Umgekehrt sollen gezielte Stipendienprogramme ausländischen jungen Führungskräften lebendige Einblicke in das heutige Deutschland vermitteln.

China-Stipendien-Programm für deutsche Studierende

Das seit 1986 bestehende China-Stipendien-Programm fördert hoch qualifizierte Studierende aller Disziplinen (mit Ausnahme der Fächer Sinologie, Musik, Film, Kunst und Design) während eines einjährigen Aufenthalts in der Volksrepublik China. Ziel des Programms ist es, interessierten Studierenden frühzeitig den Erwerb einer fundierten China-Kompetenz zu ermöglichen und somit langfristig die deutsch-chinesischen Beziehungen zu stärken.

Stipendienprogramm für chinesische und deutsche Nachwuchsjournalisten

Die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung vergibt in Zusammenarbeit mit dem Verein Internationale Journalisten-Programme Stipendien an Nachwuchsjournalisten aus China und Deutschland für einen zweimonatigen Arbeitsaufenthalt in Deutschland beziehungsweise der Volksrepublik China. Nachwuchsjournalisten im Alter zwischen 28 und 35 Jahren erhalten die Möglichkeit, in Hörfunk-, Print- oder Fernseh-Redaktionen zu hospitieren. Die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung und die Internationalen Journalisten Programme möchten mit dem Programm zu einem besseren wechselseitigen Verständnis beitragen und auf diese Weise die Beziehungen zwischen beiden Ländern stärken.

Stipendienprogramm „Zeitgenössische deutsche Fotografie“

Die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung vergibt seit 1982 in Zusammenarbeit mit der Fotografischen Sammlung im Museum Folkwang Stipendien für zeitgenössische deutsche Fotografie. Die Förderung wendet sich an Fotografinnen und Fotografen (ohne Altersbegrenzung), die unabhängig von einer Auftragsarbeit ein fotografisches Vorhaben über einen längeren Zeitraum erarbeiten möchten. Die Ausschreibung ist weder thematisch gebunden noch einem bestimmten Bereich der fotografischen Praxis zugeordnet.

Stipendienprogramm „Museumskuratoren für Fotografie“

Die Stiftung möchte mit diesem Programm der Ausbildung von Museumskuratoren neue Impulse geben. Sie möchte insbesondere den Kuratorennachwuchs auf dem Gebiet der Fotografie nachhaltig fördern und unterstützen.

Die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung hat 1999 das Stipendienprogramm „Museumskuratoren für Fotografie“ ins Leben gerufen, das an jeweils drei Personen für die Dauer von zwei Jahren vergeben wird. Während dieser Zeit erhalten die Stipendiaten eine museumsspezifische Ausbildung sowie die Möglichkeit, das museale und wissenschaftliche Umfeld des Bereichs Fotografie kennenzulernen. Die Teilnahme an einer fachspezifischen Themenveranstaltung zu besonderen Fragen der Fotografie ist ebenfalls Teil des Stipendiums.

Museums-Stipendium „Kulturelle Vielfalt und Migration“

In einer gemeinsamen Förderinitiative vergeben die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung, die Alfred Toepfer Stiftung F.V.S. und die Stiftung Polytechnische Gesellschaft zum zweiten Mal das Museums-Stipendium „Kulturelle Vielfalt und Migration“. Das Stipendium der Krupp-Stiftung bietet drei Hochschulabsolventen mit besonderer Sachkenntnis und persönlicher Erfahrung im Bereich Migration die Möglichkeit, für zwei Jahre in kulturhistorischen Museen, vorwiegend in den östlichen Bundesländern, zu arbeiten.

Die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung vergibt in Zusammenarbeit mit dem Stadtmuseum Dresden, dem Kultur- und Stadthistorischen Museum Duisburg und dem Stadtgeschichtlichen Museum Leipzig das Museums-Stipendium „Kulturelle Vielfalt und Migration“. Das Stipendium bietet den Stipendiaten die Möglichkeit, für jeweils acht Monate in den drei genannten Häusern eine museumsspezifische Ausbildung zu erhalten. Unterschiedliche Ausbildungsschwerpunkte an den jeweiligen Orten sollen sich dabei ergänzen und eine umfassende Vermittlung von Kenntnissen der Arbeit kulturhistorischer Museen mit Schwerpunktsetzung auf Themen der kulturellen Vielfalt und Migration ermöglichen. Darüber hinaus ist die Teilnahme an einer fachspezifischen Themenveranstaltung geplant.

Stipendienprogramm „Metropolen in Osteuropa“

Die wirtschaftliche und politische Entwicklung der vergangenen Jahre macht die intensive Beschäftigung mit den Ländern Osteuropas und des postsowjetischen Raums besonders spannend. Das im Jahr 2004 ins Leben gerufene Stipendienprogramm „Metropolen in Osteuropa“ wendet sich an weltoffene deutsche Studierende, die in einem dieser Länder studieren oder ein wissenschaftliches Vorhaben realisieren möchten.

Praktikantenprogramm für Studierende der Stanford University in Deutschland

In 2012, the Krupp Internship Program for Stanford Students in Germany celebrated its 30th anniversary. In its first three decades, the program has placed over 1.000 Stanford students in full-time, paid internships with a German host institution. This popular program, made possible by a generous grant of the Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung, is open to students of all fields who complete a quarter of study at BOSP/Berlin and one year of college level German.

Promotionsstipendium für „Alte und Ältere Kunst Afrikas“

Das Kunsthistorische Institut der Freien Universität Berlin vergibt in den Jahren 2017 bis 2020 viermal je ein Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Promotionsstipendium für Dissertationsvor­haben im Fachgebiet der Kunstgeschichte Afrikas. Die Stipendien werden von der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung ermöglicht. Für das Jahr 2019 oder 2020 ist begleitend zu den aus­gelobten Promotionsstipendien ein Symposium zur „Alten und Älteren Kunst Afrikas“ vorgesehen, an dessen Ausrichtung die Stipendiatinnen und Stipendiaten maßgeblich beteiligt sein werden.

Förderung von Schulen

Mit eigenen Programmen und zahlreichen Einzelvorhaben hat die Stiftung insbesondere Schulen in Essen und im Ruhrgebiet gefördert. Speziell für Schülerinnen und Schüler an Essener Schulen wurde 1997 das Programm „Alfried Krupp-Schülerstipendien für Betriebspraktika im Ausland“ eingerichtet und alljährlich zum Schuljahresbeginn neu ausgeschrieben. Die Teilnehmer sollen durch ein vierwöchiges Betriebspraktikum im Ausland die Möglichkeit erhalten, erste Einblicke in das Berufsleben zu gewinnen und eine ihnen bisher fremde Kultur kennen zu lernen. Gleichzeitig sollen sie mit künftigen beruflichen Anforderungen konfrontiert und auf das Berufsleben vorbereitet werden.

Alfried Krupp-Schülerstipendien für Betriebspraktika im Ausland

Nur für Schülerinnen und Schüler an Essener Schulen. Die Stipendiaten sollen durch ein vierwöchiges Betriebspraktikum im Ausland die Möglichkeit erhalten, erste Einblicke in das Berufsleben zu gewinnen und eine ihnen bisher fremde Kultur kennen zu lernen. Die Schüler sollen zudem mit künftigen beruflichen Anforderungen konfrontiert und auf das Berufsleben gezielter vorbereitet werden.

Schülerlabore

Als eine der ersten Hochschulen in Deutschland hat die Ruhr-Universität Bochum mit Unterstützung der Stiftung Schülerlabore sowohl für Natur- als auch für Geistes- und Gesellschaftswissenschaften eingerichtet. Schülerinnen und Schüler aller Altersstufen werden dort praxisnah an die Methoden wissenschaftlichen Arbeitens herangeführt.

In Remscheid entstand, ebenfalls gefördert von der Krupp-Stiftung, in Räumen des Deutschen Röntgen-Museums das „Schülerröntgenlabor RöLab“, das Heranwachsende mit der Technik bildgebender Verfahren vertraut macht.