Aktuelles

25. März 2019

Förderung des Museumsprojekts „Forum Anja Niedringhaus“

Die geplante Einrichtung eines Museums „Forum Anja Niedringhaus“ in Höxter wird von der Stiftung mit 50.000 € unterstützt. Anja Niedringhaus war eine international renommierte Pressefotografin, die 2014 in Afghanistan bei Ausübung ihrer journalistischen Tätigkeit erschossen wurde. Auf Initiative des Vereins für journalistische und künstlerische Fotografie e.V. soll mit dem „Forum Anja Niedringhaus“ ein Ort des Austausches in der Heimatstadt der Pulitzer-Preisträgerin entstehen: Neben einer Dauerausstellung soll sich auf künstlerischer wie wissenschaftlicher Ebene mit den Folgen des Krieges auseinandergesetzt werden.

Anja Niedringhaus steht zurzeit in zwei weiteren Ausstellungen im Fokus: Zum fünften Todestag der ermordeten Journalistin zeigt das Käthe-Kollwitz-Museum in Köln vom 29. März an die erste posthume Retrospektive unter dem Ausstellungstitel „Anja Niedringhaus – Bilderkriegerin“. Zudem sind Werke der Fotografin Teil der Ausstellung „Fotografinnen an der Front.­ Von Lee Miller bis­ Anja Niedringhaus“ des Kunstpalastes Düsseldorf, die am 8. März eröffnet wurde.

© F.A.Z. - Foto / Wolfgang Eilmes

21. März 2019

Aktuelle Förderprojekte für Museen

Nach ersten vorbereitenden Maßnahmen haben in diesen Tagen die Bauarbeiten zur Errichtung eines Erweiterungsbaus am Josef Albers Museum Quadrat in Bottrop begonnen. Die neuen Räumlichkeiten sind so konzipiert, dass sie speziell für Wechselausstellungen das angemessene Umfeld bieten sollen. Das Museum wird damit zukünftig in der Lage sein, seine zahlreichen Werke von Josef Albers permanent präsentieren zu können. Die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung unterstützt die Baumaßnahme mit Fördermitteln in Höhe von 1 Mio. €.

Zwei weitere Museen erhalten von der Stiftung Unterstützung: „Point of no Return. Wende und Umbruch in der Ostdeutschen Kunst“ heißt eine Ausstellung, die vom 19. Juli bis 3. November 2019 im Museum der bildenden Künste in Leipzig gezeigt wird. Die Stiftung ermöglicht die Produktion des Ausstellungskatalogs mit 80.000 €.

Die Staatlichen Museen zu Berlin verfügen über zahlreiche Werke bedeutender deutscher Künstlerinnen, von denen einige dauerhaft ausgestellt sind. Andere Werke aus dem Depot – sowohl Gemälde und Zeichnungen als auch Skulpturen – sollen ebenfalls in die Ausstellungen kommen, bedürfen aber zuvor restauratorischer Überarbeitung. Hierfür hat die Krupp-Stiftung jetzt 79.000 € zur Verfügung gestellt.

13. März 2019

Krupp-Stiftung ermöglicht Deutschem Literaturarchiv Marbach Ankauf von Paul Celan-Briefen

Das Deutsche Literaturarchiv Marbach hat heute ein Konvolut von bisher unpublizierten Briefen des Dichters Paul Celan ersteigert. Die Sammlung besteht aus fünf handschriftlich verfassten Briefen des Dichters an eine Freundin sowie drei eigenhändigen und einem maschinengeschriebenen Gedicht. Ermöglicht wurde der Ankauf mit einer Förderung der Krupp-Stiftung in Höhe von 23.000 €. „Die Stiftung ist sehr froh, dass sie das Marbacher Literaturarchiv beim Erwerb dieser literaturwissenschaftlich bedeutenden Sammlung unterstützen konnte“, sagte die Kuratoriumsvorsitzende Ursula Gather. Sie verwies auf weitere für die Literaturwissenschaft wichtige Fördermaßnahmen der Stiftung wie die Edition von Goethes „Faust“ oder die Neuedition von Franz Kafkas „Das Schloss“ (siehe Meldung vom 11. Oktober 2018, „Goethes ‚Faust‘: neue historisch-kritische Edition in Frankfurt vorgestellt“). Die Stiftung unterstreiche damit ihr seit Jahrzehnten bestehendes Engagement für die Erforschung und Erhaltung kulturhistorisch bedeutender Dokumente.

© J.A. Stargardt