Aktuelles

13. November 2019

Experimentalphysiker Christian Groß mit Alfried Krupp-Förderpreis 2019 ausgezeichnet

Die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung hat den Nachwuchswissenschaftler Prof. Christian Groß mit ihrem wichtigsten Förderpreis ausgezeichnet. Der 38-jährige Experimentalphysiker überzeugte durch seine Grundlagenforschung auf dem Gebiet der modernen Quantenphysik, die großes Potenzial für zukünftige Technologien wie beispielsweise besonders effiziente Informationsverarbeitung in Quantencomputern bereithält.

Das Kuratorium und der Wissen­schaftliche Beirat der Stif­tung bewerteten die Forschung von Christian Groß als außergewöhnlich und wählten ihn einstimmig zum Preisträger. Er setzte sich damit gegen 62 weitere Nachwuchswissen­schaftlerinnen und -wissenschaftler durch, die in diesem Jahr von deutschen Universitäten und Forschungseinrichtungen für den Preis vor­geschlagen wurden. Die mit 1 Mio. € dotierte Auszeichnung überreichte ihm die nordrhein-westfälische Wissenschaftsministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen am Dienstagabend im festlichen Rahmen in der Villa Hügel.

Schwerpunktthema des diesjährigen Preisträgers ist die experimentelle Untersuchung von ultrakalten Quantengasen. Eine Herausforderung ist hier das Zusammenspiel vieler Quantenteilchen. Zwar ist die quantenmechanische Beschreibung einiger weniger Teilchen heute sehr gut verstanden, allerdings stellt das detaillierte Verständnis sowie die Kontrolle vieler Quantenteilchen eine der großen Fragen der modernen Physik dar.

© Krupp-Stiftung/Peter Gwiazda

5. November 2019

Crew der Germania VI erhält den Silbernen Globus für herausragende Leistungen auf offener See

Für ihren Törn nach Island wurde die Crew der Hochsee-Segelyacht Germania VI von der Segelkameradschaft Das Wappen von Bremen (SKWB) ausgezeichnet. Bei einer feierlichen Veranstaltung im Bremer Rathaus nahmen Skipper und Crew den Silbernen Globus entgegen, mit dem die SKWB Hochseereisen auszeichnet, die seemännisch, navigatorisch und kameradschaftlich außergewöhnlich sind und im Team absolviert wurden. Seit mehr als 50 Jahren auf offener See unterwegs, hat das Ausbildungsschiff im Sommer erstmals Island angesteuert: Die Reise von Bergen über die Färöer nach Reykjavik umfasste gut 1.100 Seemeilen und ermöglichte 13 jungen Seglerinnen und Seglern die Feinheiten des Hochsee-Segelns in einer starken Gemeinschaft zu trainieren.

Die Germania VI war das Segelschiff von Alfried Krupp, der sie 1963 als erste ganzgeschweißte Aluminium-Yacht der Welt bauen ließ. Damit setzte er die Segeltradition der Familie Krupp fort. 1972 wurde die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung Eigentümerin der Yacht. Die Krupp-Stiftung bewahrt die Tradition im Sinne ihres Gründers, indem sie die Hochsee-Segelyacht seitdem jungen, segelbegeisterten Menschen zu Ausbildungszwecken zur Verfügung stellt. Jährlich werden mehr als 200 junge Seglerinnen und Segler auf der Germania VI im Hochsee- und Regattasegeln ausgebildet. Dies ist ein Bestandteil des gemeinnützigen Förderprogramms der Krupp-Stiftung.

 

Bild v.l.n.r.: Thorsten Udelhofen, Volker Troche (Vorstand der Krupp-Stiftung), Felix Zahn, Davina Schlesiger, Holger Scheurenbrand, Jan Doyé

© Privat

30. Oktober 2019

Alfried Krupp-Förderpreis für junge Hochschullehrer: Ausschreibung startet erstmals online

Erstmals schreibt die Krupp-Stiftung den Alfried Krupp-Förderpreis online aus. Vorgeschlagen werden können Kandidatinnen und Kandidaten mit herausragender wissenschaftlicher Qualifikation, die eine unbefristete oder befristete Professur an einer deutschen Hochschule innehaben und nicht älter als 38 Jahre sein sollten. Vorschläge können bis zum 28. Februar 2020 ausschließlich online eingereicht werden.

Seit 1986 verleiht die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung alljährlich den Alfried Krupp-Förderpreis für junge Hochschullehrer. Der Preis richtet sich an Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler im Bereich der Natur- und Ingenieurswissenschaften und ist mit 1 Mio. € dotiert. Die Preisträger können die Fördermittel unbürokratisch dafür einsetzen, sich unabhängig von öffentlichen Mitteln ein optimales Arbeitsumfeld zu schaffen: Sie können beispielsweise Labor- und Arbeitsplätze einrichten, Symposien oder Fachkongresse besuchen sowie wissenschaftliches Personal finanzieren.

24. Oktober 2019

Fällungen und Neupflanzungen im Hügelpark

Die Villa Hügel ist umgeben von einem 28 Hektar großen Park, den die Krupp-Stiftung für nachfolgende Generationen bewahrt und täglich von 8 bis 20 Uhr für interessierte Besucherinnen und Besucher öffnet. Viele verschiedene Baumarten und Pflanzen wie z. B. Rhododendren, Buchen, Linden oder Rosskastanien machen das Gesicht des Parks aus. Dabei ist es eine ständige Herausforderung für die Stiftung, den Erhalt der Bepflanzung im Hinblick auf den immer größer werdenden Einfluss von Umweltfaktoren zu sichern. Gerade in den letzten zwei Jahren war der Park mitsamt seiner Vegetation stark betroffen von Trockenheit, Sturm und Schädlingen, so dass von 2018 bis heute 57 Bäume gefällt werden mussten. Dafür hat die Stiftung im Sinne der Bestandserhaltung in dem Zeitraum 68 neue Bäume gepflanzt.

© Krupp-Stiftung/Denis Bury

22. Oktober 2019

„Salon am Hügel“ – Bilder des Abends

Am 16. Oktober lud die Krupp-Stiftung zum ersten „Salon am Hügel“ ein, der die Publikation „Aus den Quellen. Beiträge zu einer Chronik der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung“ und ihre preisgekrönte Gestaltung in den Blick nahm. Nach einer Führung durch die Villa Hügel tauchten die Gäste in die Welt der Chronik ein: Im sonst nicht zugänglichen Chinaraum las der Schauspieler Fabian Hinrichs ausgewählte Texte aus dem Buch, eingerahmt von einem Gespräch zwischen dem Gestalter der Chronik, Bernd Kuchenbeiser, und dem Designprofessor Victor Malsy. Die Gäste erfuhren, wie Gestaltung vom Auftraggeber beeinflusst wird und vice versa. Sie ergründeten, was eigentlich ein schönes Buch ist – ein demütiger Diener oder eine glanzvolle Persönlichkeit, und sie entdeckten, dass Gestaltung mehr als bloßes Anordnen von Text und Bild ist. Die gelesenen Texte wie z. B. „Erbverzicht“ oder „Firma“ gaben Einblicke in die Entstehung und Historie der Krupp-Stiftung.

© Krupp-Stiftung/Peter Gwiazda

17. Oktober 2019

4. November: Leopoldina-Diskussionsveranstaltung in der Villa Hügel

Am 4. November findet von 18 bis 20 Uhr in der Villa Hügel eine Leopoldina-Diskussionsveranstaltung zum Thema „Research on human embryos“ statt. Ausgangspunkt für die Diskussion ist das Verbot von In-vitro-Forschung an frühen menschlichen Embryonen in Deutschland; in Großbritannien ist die Forschung hingegen erlaubt. Kathy Niakan (The Francis Crick Institute, London) und Andy Greenfield (Harwell Institute, UK) stellen aktuelle Forschungsprojekte vor und legen dar, wie der britische Gesetzgeber unter Einbeziehung der Öffentlichkeit diese Forschung geregelt hat. In einem anschließenden Podiumsgespräch mit Claudia Wiesemann (Georg-August-Universität Göttingen) und Markus Rothhaar (FernUniversität in Hagen) werden Unterschiede und Gemeinsamkeiten der britischen und deutschen Ansätze diskutiert. Im Anschluss findet ein Empfang statt.

Die Teilnahme ist kostenfrei. Wir bitten um Anmeldung bis zum 28. Oktober 2019 unter www.leopoldina.org/embryo-research. Die Veranstaltung wird in englischer Sprache stattfinden.

© Kathy Niakan, The Francis Crick Institute