Das Projekt HOLO-VOICES auf Zeche Zollverein gibt Holocaust-Überlebenden eine Stimme für die Ewigkeit
27.01.2026 – Am heutigen internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus eröffnete Ina Brandes, Ministerin für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen auf dem Gelände der Zeche Zollverein einen neuen interaktiven Ort der Erinnerung und der Begegnung: Das Projekt HOLO-VOICES, gibt Holocaust-Überlebenden eine Stimme für die Ewigkeit. Mithilfe von modernster Künstlicher Intelligenz (KI) und Hologramm-Technik werden die originalen Aufnahmen von fünf Zeitzeuginnen und Zeitzeugen fotorealistisch als dreidimensionales Hologramm dargestellt. Besuchende können direkt mit den Zeitzeuginnen und Zeitzeugen in Kontakt treten, ihnen Fragen stellen und in eine lebendige Interaktion treten. So bleiben die persönlichen Geschichten der Holocaust-Überlebenden mit einem klaren Auftrag für nachfolgende Generationen erhalten: Nie wieder ist jetzt!
Eine der Holocaust-Überlebenden, die als Hologramm auf Zollverein zu sehen sein wird, ist Eva Weyl. Die 90-Jährige, die als Ehrengast bei der Eröffnung anwesend war, sagte: „Die moderne Technik mit KI ist fantastisch. So kann ich mithelfen, dass die Geschichte bewahrt bleibt. Besonders den jungen Menschen möchte ich sagen: Ihr müsst die Vergangenheit kennen, um zu helfen, dass der Frieden bewahrt bleibt. Helft mit gegen Intoleranz, gegen Respektlosigkeit und gegen Entwürdigung. Und sprecht über das, was ihr bei HOLO-VOICES erfahrt. Erzählt es Euren Eltern, sprecht zu Hause darüber – und seid menschlich!“
Die Krupp-Stiftung trägt eine besondere Verantwortung, die sich aus ihrer Geschichte ergibt. Die Förderung der Erinnerungskultur ebenso wie der deutsch-jüdischen Verständigung ist seit Gründung der Stiftung integraler Bestandteil der Stiftungsarbeit: Seit 1968 hat sich die Stiftung dafür mit 300 Projekten in Bildung, Wissenschaft, Kunst und Kultur und Sport engagiert.
„Das Projekt HOLO-VOICES liegt uns besonders am Herzen, weil es jungen Menschen auf eindrückliche Weise ermöglicht, Geschichte hautnah zu erleben und daraus verantwortungsbewusstes Handeln für die Zukunft abzuleiten. Die Krupp-Stiftung sieht es seit jeher als Teil ihres Auftrags, Erinnerungskultur lebendig zu halten und einen Beitrag zu Toleranz und Verständigung zu leisten.“, so Prof. Ursula Gather, die Kuratoriumsvorsit¬zende der Krupp-Stiftung.
HOLO-VOICES wird von den Begleitausstellungen „Frag nach!“ und „Unter Tage. Unter Zwang“ ergänzt. Das Projekt und die Ausstellungen sind ab dem 28. Januar geöffnet und können täglich von 12 bis 18 Uhr kostenfrei besucht werden.
HOLO-VOICES ist ein Projekt des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen und der Technischen Universität Dortmund. Das Projekt wurde mit der Förderung der RAG-Stiftung, der Krupp-Stiftung und der Brost-Stiftung realisiert. Unterstützt wurde HOLO-VOICES von der Stiftung Zollverein, dem Deutschen Exilarchiv der Deutschen Nationalbibliothek und dem Zweitzeugen e.V.