Förderpreis „Kataloge für junge Künstler“

Die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung hat 1982 das Programm „Kataloge für junge Künstler“ eingerichtet. Mit diesem Programm möchte die Stiftung vielversprechenden Nachwuchskünstlern einen eigenen Katalog ermöglichen. Gleichzeitig sollen Ausstellungsträger ermutigt werden, neue und innovative Ausstellungskonzepte zu entwickeln.

Jährlich werden drei Ausstellungsvorhaben und die dazu gehörigen Kataloge gefördert.

Antrag

Gefördert wird ein Katalog in Verbindung mit einer Ausstellung. Anträge, die sich ausschließlich auf eine Ausstellung oder einen Katalog beziehen, können nicht berücksichtigt werden. Das geplante Ausstellungsvorhaben muss in Deutschland angesiedelt sein. Es sollte sich dabei um die erste größere Ausstellung eines jungen Künstlers handeln. Der Künstler sollte nicht älter als 35 Jahre sein. Bestandteil des Katalogs können auch andere Dokumentationsmedien, zum Beispiel CD-ROM oder DVD/Video sein.

In Ausnahmefällen können Katalog und Ausstellung einer Künstlergemeinschaft gefördert werden, wenn sich diese selbst seit längerem als Gruppe definiert. Sammelausstellungen oder Ausstellungen studentischer Arbeiten werden nicht gefördert.

Antragsteller

Antragsteller kann jeder öffentliche oder kommunale Ausstellungsträger in Deutschland sein. Eigenbewerbungen von Künstlern sind nicht möglich. Private Einrichtungen können gefördert werden, soweit sie gemeinnützig sind. Die Förderung kommerzieller Einrichtungen ist ausgeschlossen.

Antragsunterlagen

Es wird gebeten, für die Antragstellung das nachfolgende Formular zu verwenden. Die darin unter Punkt 4 genannten zusätzlichen Unterlagen müssen zusammen mit dem Antragsformular vollständig vorgelegt werden.

Antragsbearbeitung

Die eingegangenen Anträge werden einer von der Krupp-Stiftung berufenen Jury sechs bis acht Wochen nach Ablauf der Einsendefrist vorgelegt.

Das Auswahlverfahren ist vertraulich. Auskünfte über Entscheidungsgründe werden nicht gegeben. Rechtsansprüche auf Zuerkennung des Förderpreises sind ausgeschlossen. Eine Behandlung der Anträge ist nur zu den Sitzungsterminen möglich.

Förderumfang

Die Stiftung fördert Katalog und Ausstellung mit insgesamt bis zu 25.000 €. Sie erwartet eine Mitfinanzierung sowohl der Ausstellung als auch des Katalogs durch den Antragsteller in Höhe von mindestens einem Viertel der Gesamtkosten. Die jeweils für Katalog und Ausstellung beantragten Fördermittel sind nicht wechselseitig deckungsfähig.

Ausstellung

Die Fördersumme für die Ausstellung beträgt maximal 12.500 €. Die Mittel können sowohl für Personalkosten, etwa für einen Ausstellungskurator, oder für Sachkosten, die im Zusammenhang mit der Ausstellung entstehen, verwendet werden.

Katalog

Die Fördersumme für den Katalog beträgt bis zu drei Viertel der Herstellungskosten, maximal 12.500 €. Der Katalog soll in angemessener Weise das Schaffen des Künstlers in einer zwischen ihm und dem Antragsteller abgestimmten Form darstellen. Die Darstellung kann dabei über die in der Ausstellung gezeigten Werke hinausgehen. Die Stiftung geht davon aus, dass sie mit Vergabe des Förderpreises exklusive Förderin des Kataloges ist.

Der Künstler erhält 100, die Stiftung 50 Freiexemplare des Katalogs. Die Stiftung bedient damit einen internationalen Verteiler.

Die Preisträger seit 1982
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