Salon am Hügel am 8. September in der Villa Hügel: Echt jetzt? Authentizität in (Pop)Kultur und Kunst heute
Nina Graf alias Miu und Prof. Peter Moormann diskutieren mit Madeleine Sabel über die Bedeutung von Echtheit in Zeiten synthetischer Inhalte
Essen, 10. August 2026 – Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Salon am Hügel“ am 8. September um 19 Uhr in der Villa Hügel diskutieren die Musikerin und Vorstandsvorsitzende von PRO MUSIK, Nina Graf alias Miu und Prof. Peter Moormann, Professor für Musik in den Medien und Musikjournalismus an der TU Dortmund. Im Zentrum der Podiumsdiskussion steht die Frage, wie wir in (Pop)Kultur und Kunst mit Künstlichkeit, Identität und kulturellem Wert umgehen. Gleichzeitig geht es in dem Gespräch um den Wert der Wahrheit in einer Gesellschaft, in der Wirklichkeit zunehmend konstruierbar wird. Moderiert wird der Abend von der Journalistin Madeleine Sabel.
In Kunst, Popkultur und Medien entstehen heute Werke, die für ihr Publikum kaum noch eindeutig als künstlich oder menschlich hergestellt erkennbar sind. Durch generative KI, Deepfakes, Voice-Cloning, algorithmische Remixe oder digitale Effekte wie De-Aging verschwimmen die Grenzen zwischen realen und synthetischen Inhalten zunehmend. Mit den neuen technologischen Möglichkeiten verändern sich nicht nur die Werkzeuge kreativen Schaffens, sondern auch die Maßstäbe, nach denen kultureller Wert und Authentizität beurteilt werden. Die Veranstaltung beleuchtet aus unterschiedlichen Perspektiven, wie der digitale Wandel unsere Vorstellungen von Originalität, Urheberschaft und kultureller Bedeutung verändert.
Neben einer begrenzten Teilnehmer*innenzahl vor Ort wird die Veranstaltung auch kostenfrei auf YouTube und Instagram gestreamt.
Informationen und Link zum Livestream: www.krupp-stiftung.de/salonamhuegel
Livestream auf Instagram: @kruppstiftung
Nina Graf arbeitet an der Schnittstelle von Musik, Kulturpolitik und Musikwirtschaft. Als Musikerin (HfMT Hamburg, Berklee College Boston), Sprecherin und Vorstandsvorsitzende von PRO MUSIK setzt sie sich seit Jahren öffentlich für die Interessen freier Musikschaffender ein. Unter ihrem Künstlernamen „Miu“ veröffentlicht sie seit über einem Jahrzehnt Soul- und Popmusik. Ihre Musik war unter anderem im ARD-Tatort zu hören. Sie ist als erste Künstlerin auf die Bühne der Hamburger Elbphilharmonie aufgetreten und war Support-Act von Künstlerinnen wie Gianna Nannini und Macy Gray. Parallel dazu promoviert und lehrt sie zu den wirtschaftlichen und strukturellen Bedingungen musikalischer Arbeit im digitalen Wandel.
Peter Moormann ist seit 2024 Professor für Musik in den Medien und Musikjournalismus am Institut für Musik und Musikwissenschaft der TU Dortmund. Zuvor war er Juniorprofessor für Medienästhetik mit dem Schwerpunkt Musik am Department Kunst und Musik der Universität zu Köln. Moormann ist seit 2014 Mitbegründer und -herausgeber der Reihe „FilmMusik“ (edition text + kritik). Er ist Träger des Johannes-Gutenberg-Preises der Universität Mainz. Zu seinen Forschungsschwerpunkten zählen: Digitale Musikkulturen, Musik in Film, Fernsehen, Hörfunk, Computerspielen und Internet, Musikjournalismus, Interpretations- und Aufführungsanalyse sowie Musik des 20. und 21. Jahrhunderts.
Madeleine Sabel ist Journalistin und Moderatorin beim WDR-Radiosender 1LIVE. Dort moderiert sie unter anderem die Musiksendung „1LIVE GO“ und führt regelmäßig Interviews mit nationalen und internationalen Künstler*innen. Neben ihrer Arbeit im Radio ist sie als Reporterin und Moderatorin für verschiedene Audio-, Video- und Bühnenformate tätig. Zu ihren Themenschwerpunkten zählen Popkultur, Musik, gesellschaftliche Entwicklungen sowie Fragen von Diversität und Inklusion. Sie studierte Medienkulturwissenschaft und Medienmanagement an der Universität zu Köln.
Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung
Die gemeinnützige Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung fördert seit 1968 Menschen und Projekte in Kunst und Kultur, Bildung, Wissenschaft, Gesundheit und Sport und hat sich dafür bisher mit 715 Mio. € engagiert. Als größte Aktionärin der heutigen thyssenkrupp AG verwendet die Stiftung die ihr aus ihrer Unternehmensbeteiligung zufließenden Erträge ausschließlich für gemeinnützige Zwecke und verfolgt das Ziel, neue Entwicklungen anzuregen sowie zu Kreativität und Engagement zu ermutigen. Die Stiftung ist Eigentümerin der Villa Hügel, des ehemaligen Wohnhauses der Familie Krupp, deren Fortbestand sie für die Öffentlichkeit sichert. Seit 2019 lädt die Stiftung in lockerer Atmosphäre Akteure aus Kunst, Kultur, Literatur, Wissenschaft oder Medien zum Salon am Hügel in die Villa Hügel ein. Jeder Salon widmet sich einem thematischen Schwerpunkt und greift aktuelle gesellschaftliche Fragestellungen auf.
Kontakt
Barbara Wolf
Leiterin Kommunikation, strategische Entwicklung und Transformation
Telefon: +49 (0)201 188-4809
E-Mail: wolf@krupp-stiftung.de