Villa und Park

Die Villa Hügel wurde von Alfred Krupp in den Jahren 1870 bis 1873 erbaut. Sie verfügt über 269 Räume und 8100 m2 Wohn- und Nutzfläche und liegt in einem 28 ha großen Park über dem Baldeneysee. Sie diente der Familie vier Generationen lang nicht nur als Wohnhaus für die private Nutzung, sondern auch für die geschäftliche Repräsentation. Kaiser und Könige waren hier zu Gast, Unternehmer aus aller Welt sowie Politiker und Regierungschefs vieler Nationen. Die Villa Hügel hat ihren Erbauer Alfred Krupp, wie er selbst einmal schrieb, „bis ins Innerste berührt“.

Empfangshalle im Großen Haus der Villa Hügel

Blick in die Dauerausstellung im Kleinen Haus der Villa Hügel

Das Innere der Villa Hügel wurde immer wieder weiterentwickelt und neu gestaltet. Nach dem Krieg wurde das Haus öffentlich zugänglich gemacht, besonders im Sinne der Förderung von Kunst, Wissenschaft und Kultur. 1953 fand die erste bedeutende Kunstausstellung in der Villa Hügel statt; weitere international stark beachtete Ausstellungen folgten. Eine in die denkmalgerecht restaurierten ehemaligen Wohnräume der Familie Krupp integrierte ständige Ausstellung ermöglicht Einblicke in die Geschichte der Firma, die Lebensweise der Familie sowie die Tätigkeit der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung. Die Krupp-Stiftung nutzt die Villa für eigene Veranstaltungen, wie etwa Preisverleihungen, Stipendiatentreffen oder Sonderausstellungen.

Holzbrücke in der „Rhododendron-Schlucht“

Vor rund 140 Jahren angelegt, hat der Park bis heute zahlreiche Wandlungen und Umgestaltungen durchlebt. Er diente dem Rückzug der Unternehmerfamilie Krupp ins Private ebenso wie der großen gesellschaftlichen Repräsentation, war Ort für Sport- und Freizeitvergnügen.
Seine Wälder und Felder lieferten Wildbret, Obst und Gemüse für die Hausherren der Villa Hügel und ihre Gäste.
Heute präsentiert sich der Park im Stil eines englischen Landschaftsparkes, in dem für das kundige Auge auf Schritt und Tritt Spuren der Vergangenheit zu entdecken sind.

Historisches Archiv Krupp

Das Historische Archiv Krupp ist das älteste deutsche Wirtschaftsarchiv und kann auf eine mehr als hundertjährige Geschichte zurückblicken. Bereits im Jahr 1905 gründeten die Fried. Krupp AG und die Eigentümerfamilie ein Werks- und ein Familienarchiv. Beide wurden Mitte der 1950er-Jahre in der Villa Hügel zum Historischen Archiv Krupp zusammengeführt. Es befindet sich heute im Eigentum der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung und hat seinen Standort in Räumen des Kleinen Hauses der Villa Hügel. Das Historische Archiv Krupp verwahrt Unterlagen im Gesamtumfang von mehr als neun Regal-Kilometern, darunter auch zwei Millionen Fotografien sowie 5.000 Filme und Tonträger. Das älteste Dokument stammt aus dem Jahr 1437, die Masse jedoch aus dem 19. und 20. Jahrhundert.

Das Historische Archiv Krupp ist einerseits Service-Stelle für die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung und die thyssenkrupp AG. Andererseits unterstützt es externe Forschungsvorhaben. Seine Quellen werden Jahr für Jahr von Wissenschaftlern aus dem In- und Ausland genutzt, ferner von Museen, Medienschaffenden und Behörden.

Archivraum im Kleinen Haus der Villa Hügel