Aktuelles Krupp-Stiftung: Wir setzen uns für Völkerverständigung ein.

Krupp-Stiftung: Wir setzen uns für Völkerverständigung ein.

„Die aktuellen Ereignisse bestürzen uns und machen uns traurig. Wir verurteilen den Krieg gegen die Ukraine und werden uns weiterhin für die Verständigung zwischen Menschen, Ländern und Kulturen einsetzen“, Ursula Gather, Kuratoriumsvorsitzende der Krupp-Stiftung.

Die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung fördert seit 54 Jahren an ihrem Stiftungssitz in Essen, bundesweit und international Wissenschaft, Kunst und Kultur, Bildung, Gesundheit und Sport. Eines unserer wichtigsten Querschnittsthemen ist dabei die Völkerverständigung, beispielsweise im Rahmen von Auslandsbetriebs­prak­tika, bei den Schüler*innen neue Kulturen kennenlernen oder auch im Bereich des Kinder- und Jugendsports. Auch ein Blick auf die globale Landkarte zeigt die vielfältigen Bemühungen der Krupp-Stiftung auf dem Gebiet der Völkerver­ständi­gung, sei es im Rahmen von China-Programmen, USA-Stipendien oder deutsch-jüdischen Projekten. Unser Ziel ist es, junge Menschen dabei zu unterstützen, andere Länder und Kulturen kennenzulernen und so ihrem Erfahrungsschatz zu erweitern, um Vorurteile zu überwinden und allen Menschen offen und tolerant zu begegnen.

Auch in der Ukraine und anderen östlichen Ländern fördert die Stiftung seit Jahren in einer gemeinsamen Kooperation mit der Studienstiftung des Deutschen Volkes mit dem Stipendienprogramm „Metropolen in Osteuropa“ den kulturellen Transfer und Erfahrungsaustausch junger Menschen. Den Stipendiat*innen, die aktuell im Rahmen des Programms in der Ukraine und in Russland waren, hat die Stiftung unverzüglich dabei geholfen, die Länder zu verlassen. Alle Beteiligten befinden sich in Sicherheit. Bei dem aktuell ausgeschriebenen Programm haben beide Stiftungen gemeinsam entschieden, die Aufenthalte in Russland, der Ukraine und Belarus derzeit auszusetzen.

Um den Menschen, die ihre Heimat verlassen mussten, schnell und unbürokratisch zu helfen, hat die Krupp-Stiftung eine Reihe von ersten Maßnahmen geplant. Wir stehen in einem Dialog mit der Stadt Essen und besprechen gemeinsam weitere Möglichkeiten und Ideen.

– Ab Sonntag, 20. März 2022 bietet die Stiftung Besucher*innen der Villa Hügel ein Solidaritätsticket als Alternative zu dem regulären Ticket an. Das Solidaritätsticket kostet 10 Euro anstelle des regulären Eintrittspreises von 5 Euro. Den Spendenbeitrag von 5 Euro verdreifachen wir. Das Geld fließt in Projekte zur Unterstützung von Geflüchteten.

– Die positive Wirkung von Sport auf die physische und psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen ist belegt. Für die Kinder und Jugendlichen, die ihre Heimat verlassen müssen und in Essen eintreffen, organisieren wir zurzeit mit unseren Vereinspartnern vor Ort sportpädagogische Aktivitäten.

– Verständigung an einem fremden Ort ist eine Herausforderung. Um Hilfestellung zu geben, sind wir gerade dabei, Sprachkurse zu organisieren und zu fördern.