Jahresprogramm 2026
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30 Essener Schulklassen reisen im Sinne der deutsch-jüdischen Verständigung nach Berlin: Krupp-Stiftung verlängert Programm „Berthold Beitz Schüler*innenfahrten nach Berlin“

Krupp-Stiftung, Stadt Essen und Jüdisches Museum Berlin ziehen positives Fazit nach drei Jahren

Essen, 24. September 2026 – Aufgrund der positiven Resonanz von Schü­ler*innen und Lehrkräften verlängert die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung gemeinsam mit der Stadt Essen und in Kooperation mit dem Jüdischen Museum Berlin das Programm „Berthold Beitz Schü­ler*innenfahrten nach Berlin“ um drei weitere Jahre. Das Programm, das die Stiftung bisher mit 300.000 € förderte, ermöglicht jedes Jahr zehn Es­sener Schulklassen eine Fahrt nach Berlin, unter anderem ins Jüdische Museum Berlin sowie an andere Orte der Erinnerung. Die Stiftung enga­giert sich nun mit weiteren 300.000 € für die deutsch-jüdische Verständi­gung und Demokratieförderung. Seit dem Start des Programms im Jahr 2023 haben sich 52 Essener Schulen aller Schulformen mit Klassen der Jahrgangsstufen 8 bis 13 be­worben, von denen 30 für eine Fahrt nach Berlin ausgelost wurden. Die Fahrt soll jungen Menschen die deutsch-jü­dische Geschichte an historischen Orten näherbringen und ihr Bewusst­sein für demokratische Werte und gesell­schaftliche Verantwor­tung schär­fen. Ab dem 26. September, dem Ge­burtstag des langjährigen Stif­tungs­vorsitzenden Berthold Beitz, können sich Essener Schulklassen er­neut be­werben. Bewerbungsschluss ist 19. März 2027.

 

Positive Resonanz der Lehrer*innen und Schüler*innen

 

Die positive Resonanz auf das Programm zeigt sich sowohl in den Be­wer­bungszahlen als auch in der Vielfalt: Sämtliche Schulfor­men – Gymnasien, Real- und Hauptschulen, Berufskollegs so­wie Förder­schulen – reichten in den vergangenen drei Jahren eine Bewerbung ein. Einige bewarben sich mehrfach. Die Teilnahme am Programm ermög­lichte den Lehrkräften, sich in Fächern wie Deutsch, Geschichte, Politik- und So­zi­alwissenschaften ebenso wie Religion, Erd­kunde und Sport intensiver mit Themen wie Anti­semitismus, Demokra­tieförderung oder Zivilcourage zu beschäftigen. „Die Fahrt nach Berlin hat unseren Schüler*innen Ge­schichte auf eine Weise vermittelt, die den Schulunterricht sinnvoll er­gänzt. Das aktive Erle­ben so­wie die Ausei­nandersetzung mit jüdischem Le­ben haben die jungen Men­schen nach­haltig beeindruckt und viele Gesprä­che über Demo­kratie, Ver­antwortung und gesellschaftlichen Zusammen­halt angestoßen.“, schil­dert Markus Kohlen, Lehrer des Berufskollegs Ost.

 

Bei den Schüler*innen hat das Erlebte lange nachgewirkt: „Die Besuche im Jüdischen Museum und an anderen Erinnerungsorten ha­ben mich sehr berührt. Ich habe noch lange darüber nachgedacht. Dinge, die wir vorher nur aus dem Unter­richt kannten, waren plötzlich viel verständlicher. Wäh­rend der Fahrt und danach ha­ben wir uns viel dazu miteinander ausge­tauscht. Das hat uns als Klasse en­ger miteinander verbunden,“ sagt Marc Bär von der Bertha-von-Suttner-Realschule.

 

Dr. Michaela Muylkens, Mitglied des Vorstands der Krupp-Stiftung unter­streicht: „Die positiven Rückmeldungen der Schüler*innen und Leh­rer*innen haben uns in der Entscheidung bestärkt, das Programm fortzu­führen. Es ist heute wichtiger denn je, junge Menschen durch das unmit­telbare Erleben die Möglichkeit zu geben, die eigene Urteilskraft zu schär­fen und sich differenziert mit Vergangenheit und Gegenwart auseinan­derzusetzen. Das Programm bringt den Schüler*innen Aspekte jüdischen Lebens in Deutschland damals wie heute nahe und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Förderung des Demokratieverständnisses und der Entwicklung von Zivilcourage.“

 

Geschichte erleben, Urteilsvermögen schärfen, Demokratie stärken

 

Das Programm würdigt das Leben und Wirken von Berthold Beitz (1913-2013), dem langjährigen Vorsitzenden der Krupp-Stiftung, der während des Zweiten Weltkriegs hunderten jüdischen Men­schen das Leben rettete und in Yad Vashem als „Gerechter unter den Völkern“ geehrt wurde. Im Zentrum der Fahrt nach Berlin stehen Führungen sowie Workshops im Jüdischen Museum Berlin sowie optionale Besuche von Erinnerungsorten wie der Topographie des Terrors. Eine Einbindung in den Essener Stadt­raum durch Besuche der Alten Synagoge und das Haus der Essener Ge­schichte ist ebenfalls Be­standteil des Programms. Das Ziel: Über das di­rekte Erleben der Geschichte das Urteilsvermögen schärfen und das De­mo­kratieverständnis stärken. Im Schuljahr 2027/2028 haben erneut zehn Essener Klassen der Jahrgangsstufen 8 bis 13 die Mög­lichkeit, nach Berlin zu reisen. Die Schulklassen können sich bei der Stadt Essen bewerben und werden im Frühjahr 2027 ausgelost. Die För­derung umfasst die An- und Ab­reise, bis zu drei Übernach­tungen mit Verpflegung und die Eintritts­gel­der sowie Führungen in ausgewählten Museen und Gedenk­stätten.

 

Über die Krupp-Stiftung

 

Die gemeinnützige Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung för­dert seit 1968 Menschen und Projekte in Kunst und Kultur, Bildung, Wis­senschaft, Gesundheit und Sport und hat sich dafür bisher mit rund 715 Mio. € engagiert. Stifter ist der letzte Alleinin­haber der Firma Fried. Krupp, Alfried Krupp von Bohlen und Halbach. Die Stiftung sieht sich in einer be­sonderen Verantwortung: Alfried Krupp wurde in Nürnberg unter ande­rem wegen Verbrechen im Zusammenhang mit Zwangsarbeit verur­teilt. So sind Aufarbeitung und Bildungs­arbeit integra­ler Bestand­teil der Stif­tungsarbeit: 2022 hat die Stif­tung ein unab­hängi­ges For­schungs­projekt initiiert, das die Haltung ihres Stifters zum National­sozialis­mus aufarbei­tet.

 

Weitere Informationen: www.essen.de/bb_schulfahrten

 

Bewerbungen: Ab 26. September 2026 bis 19. März 2027

 

Kontakt Krupp-Stiftung

 

Barbara Wolf
Leiterin Kommunikation, strategische Entwicklung, Transformation
Mobil: +49 (0)162 49 51 225
E-Mail: wolf@krupp-stiftung.de

 

Kontakt Presseamt Essen 

 

Silke Lenz
Pressesprecherin, Leiterin Presse- und Kommunikationsamt
Telefon: +49 (2) 01 88 88011
E-Mail: silke.lenz@presseamt.essen.de