Fotorestaurierung im Museum Folkwang nimmt Betrieb auf: Vereintes Expertenwissen für vier Essener Fotografie-Institutionen

Essen, 02. Februar 2021 – Die vier Partnerinstitutionen des Zentrums für Fotografie Essen – Folkwang Universität der Künste, Museum Folkwang, Historisches Archiv Krupp und Stiftung Ruhr Museum – bauen ihre Zusammenarbeit im Bereich Restaurierung und Konservierung von Fotografie weiter aus. Die Stadt Essen richtet mit Unterstützung der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung am Museum Folkwang ein institutsübergreifendes Fotorestaurierungsstudio ein, das zukünftig die umfangreichen fotografischen Bestände der Partnerinstitutionen sichern und aufarbeiten sowie für die Zwecke von Wissenschaft und Lehre verfügbar machen wird. Für die neu geschaffenen Fotorestaurierungsstellen konnten die international renommierten Expertinnen und Experten Jessica Morhard und Peter Konarzewski gewonnen werden.

 

Seit mehr als 150 Jahren ist Essen einer der wichtigsten Standorte für Fotografie in Deutschland. Die vielfältigen und reichen Sammlungen des Historischen Archivs Krupp, der Stiftung Ruhr Museum und des Museum Folkwang umfassen zusammen weit mehr als 6,5 Millionen Fotografien und reichen von den Anfangsjahren der Fotografie bis in die unmittelbare Gegenwart. Hinzu kommt die lange Kontinuität in Lehre und Forschung zur Fotografie, die mit der Gründung der Folkwangschule bis ins Jahr 1927 zurückreicht.

 

Das neu eingerichtete Studio und die Besetzung der Fotorestaurierung im Museum Folkwang sind wichtige Schritte zum Erhalt und Ausbau der fotografischen Sammlungen sowie zum Ausbau des Forschungsbereichs „Fotografische Materialitäten“ an der Folkwang Universität der Künste. Neben der Konservierung und Pflege der umfangreichen, klassischen analogen Bestände treten bei allen Institutionen zukünftig auch Fragen in den Mittelpunkt, die den Erhalt von digitalen Konvoluten umfassen werden. Hier setzt die Arbeit der neuen Fachabteilung als Kompetenzzentrum an, sie forscht und entwickelt zukunftsweisende Standards und stellt den Wissenstransfer zwischen Fotorestaurierung, künstlerischer Praxis sowie Theorie und Geschichte der Fotografie sicher. So wird in jedem Semester die Abteilung Fotorestaurierung mit mindestens einer Lehrveranstaltung an der Folkwang Universität der Künste präsent sein. Diese Verknüpfung von Praxis und Lehre stellt ein Novum an einer Hochschule im deutschsprachigen Raum dar. Ermöglicht wird dieser Schritt zum einen durch das Engagement der Stadt Essen, die die notwendigen Personalmittel bereitstellt, zum anderen durch die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung, die auf großzügige Weise die Ausstattung des Studios mit der erforderlichen technischen Infrastruktur fördert.

 

Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung
Die gemeinnützige Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung fördert seit 1968 Menschen und Projekte in Kunst und Kultur, Bildung, Wissenschaft, Gesundheit und Sport und hat sich dafür bisher mit 680 Mio. € engagiert. Als Vermächt­nis von Alfried Krupp von Bohlen und Halbach und als größte Aktionärin der heutigen thyssenkrupp AG verwendet die Stiftung die ihr aus ihrer Unternehmens­beteiligung zufließen­den Erträge ausschließlich für gemeinnützige Zwecke und verfolgt das Ziel, neue Entwicklungen anzuregen sowie zu Kreativität und Engagement zu ermutigen. Mit ihrer Arbeit setzt sie Akzente in der Wissenschafts- und Hoch­schul­­entwicklung, sie möchte Chancengleich­heit ermöglichen, zur Völkerverständigung beitragen und die Ausbildung junger Generationen verbessern.

 

Kontakt Krupp-Stiftung
Barbara Wolf
Leiterin Kommunikation
Telefon: +49 (0)201 188-4809
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