Jahresprogramm 2024
Alle Pressemitteilungen „Heiliger Vater, retten Sie uns“ – Vortrag von Prof. Hubert Wolf über Bittschreiben jüdischer Menschen an Papst Pius XII. am 15. April in der Villa Hügel

„Heiliger Vater, retten Sie uns“ – Vortrag von Prof. Hubert Wolf über Bittschreiben jüdischer Menschen an Papst Pius XII. am 15. April in der Villa Hügel

Essen, 9. Februar 2024 – Zur Zeit des NS-Regimes schrieben tausende jüdische Menschen Briefe an die katholische Kirche und baten ihr damaliges Oberhaupt Papst Pius XII. um Unterstützung für ihre Flucht aus Deutschland. Im Rahmen des Forschungsprojekts „Asking the Pope for help“ werden diese Bittschreiben, die in den Vatikanischen Archiven lagern, nun für die Öffentlichkeit aufbereitet. Am 15. April um 18.30 Uhr gibt der Kirchenhistoriker Prof. Dr. Dr. h. c. Hubert Wolf in dem Vortrag „Heiliger Vater, retten Sie uns! – Bittschreiben jüdischer Menschen an Pius XII. aus der Zeit der Shoah“ Einblicke in dieses besondere Forschungsprojekt, das 2020 mit der Öffnung der Vatikanischen Archive begann und von der Krupp-Stiftung gefördert wurde. Annette Schavan, Bundesministerin a. D. und Vorsitzende des Kuratoriums der Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft wird den Vortrag mit einem Impuls einleiten. Der Eintritt zum Vortrag ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist erforderlich.

 

Über das Forschungsprojekt

Ein Forschungsteam unter der Leitung von Prof. Hubert Wolf von der Universität Münster bekam im März 2020 erstmals die Möglichkeit, auf die bisher unter Verschluss gehaltenen Akten aus dem Pontifikat Pius‘ XII. (1939 bis 1958) zuzugreifen, die mehr als 400.000 Schachteln mit jeweils bis zu 1.000 Blatt umfassten. Diese Vorarbeiten förderte die Krupp-Stiftung. „Ohne zu wissen, welche Ergebnisse die Sichtung der 400.000 Dokumenten­schachteln im Vatikanischen Archiv zu Papst Pius XII. ans Licht bringen würde, ließ bereits die Projektskizze erahnen, dass das Vorhaben die historische Perspektive verändern kann.“, so Prof. Dr. Dr. h. c. Ursula Gather, Kuratoriumsvorsitzende der Krupp-Stiftung.

 

Das Forschungsteam entdeckte schätzungsweise 15.000 Bittschreiben verfolgter Jüdinnen und Juden. Diese werden nun im Rahmen des Folgeprojekts „Asking the Pope for Help“ mit Unterstützung der Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft (EVZ), des Auswärtigen Amts und der Bayer AG erfasst und in einer digitalen Edition für die Öffentlichkeit aufbereitet.

 

Vortrag: 15. April, 18.30 Uhr in der Villa Hügel, Essen

Anmeldung unter: https://www.krupp-stiftung.de/veranstaltungen/programm/der-huegel-ist-vortrag

 

Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung

Die gemeinnützige Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung fördert seit 1968 Menschen und Projekte in Kunst und Kultur, Bildung, Wissenschaft, Gesundheit und Sport und hat sich dafür bisher mit 690 Mio. € engagiert. Als größte Aktionärin der heutigen thyssenkrupp AG verwendet die Stiftung die ihr zufließenden Erträge ausschließlich für gemeinnützige Zwecke. Mit ihrer Arbeit setzt sie Akzente in der Wissenschafts- und Hochschulentwicklung, sie möchte Chancengleich­heit ermöglichen und die Ausbildung junger Generationen verbessern.

 

Kontakt
Barbara Wolf
Leiterin Kommunikation, strategische Entwicklung und Transformation
Mobil: +49 (0)162 49 51 225
E-Mail: wolf@krupp-stiftung.de