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Krupp-Stiftung vergibt zwei Förderpreise an junge Künstlerinnen in Höhe von je bis zu 40.000 €

Essen, 23. Februar 2023 – Im Rahmen ihres Programms „Kataloge für junge Künstler*innen“ vergibt die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung zwei Förderpreise in Höhe von je bis zu 40.000 €. Die Auszeichnungen erhalten Catherina Cramer und Lap-See Lam. Die Künstlerinnen stellen im Museum Quadrat Bottrop und im Portikus, Frankfurt am Main, aus. Die Jurymitglieder Dr. Jana Baumann, Kuratorin, Haus der Kunst, München, Kathleen Rahn, Direktorin des Museums Marta Herford, Lukas Flygare, Kurator am MMK Frankfurt, und PD Dr. Jan von Brevern, Vertretungsprofessur für Neuere und Neueste Kunstgeschichte, Universität Siegen, entschieden einstimmig.

 

Auch in der Post-Corona-Zeit, in der Kunst und Kultur mehr als zwei Jahre lang von umfang­reichen Beschränkungen betroffen waren, ist es der Krupp-Stiftung besonders wichtig, an dem etablierten Programm fest­zuhalten und junge Künstler*innen in ihrem Wirken zu unter­stützen. So hat die Stiftung auch das Preisgeld von 30.000 € auf 40.000 € erhöht.

 

Über die Künstlerinnen

 

Die Installationen und Filme von Catherina Cramer (*1988 in Wesel) beginnen mit Recherchen über gesellschaftlich marginalisierte Themen. Die Künstlerin baut Settings, in denen ihre narrativ anmutenden Filme durch szenische Elemente räumlich erweitert werden. Für ihre erste institutionelle Einzelausstellung „The Long Goodbye“ im Museum Quadrat, die im Frühjahr 2024 gezeigt wird, beschäftigt sich Cramer mit dem Thema des Krankseins. Sie untersucht gesellschaftlich geprägte Wahrnehmungscodes des Krankseins am Beispiel von Langzeit-Krank­heits­verläufen und hinterfragt die gesellschaftlichen Vorstellungen und Konsequenzen, die damit zusammen­hängen. Mit dem gewählten Thema wird ein ebenso aktueller wie relevanter Diskurs im Werk von Catherina Cramer ästhetisch und analytisch bestechend auf den Prüfstand gestellt.

 

Im Werk von Lap-See Lam (*1990 in Stockholm) dienen die Eigenarten chinesischer Restaurants in einem europäischen Kontext als formaler und inhaltlicher Ansatz. In der Ausstellungkonzeption für den Portikus in Frankfurt am Main schaffen Schattenspiele, virtuelle Realität und Skulpturen ein spekulatives, fiktives Porträt des sogenannten „Sea Palace“. Inhaltlich handelt es sich um die Transformation eines Bootes zu einem chinesischen Restaurant, das mittlerweile als Spukhaus in einem schwedischen Vergnügungspark dient. Das Verhältnis architekto­nischer Ästhetiken und damit verbun­dener Formen von Zugehörigkeit unter­sucht Lap-See Lam mittels einer poetischen multimedialen künstlerischen Praxis. Lams Ausstellung im Portikus wird vom 11. März bis 28. Mai 2023 gezeigt. Die Lage des Ausstellungsortes auf einer von Wasser umgebenen Insel ermöglicht eine doppelbödige Auseinander­setzung mit der Geschichte und den Verbindungen zwischen europäischen und kantonesischen Kulturen.

 

Das Förderprogramm „Kataloge für junge Künstler*innen“

 

Die Krupp-Stiftung rief das Programm „Kataloge für junge Künstler*innen“ 1982 ins Leben, um vielversprechenden Nachwuchs­künstler*innen die Produktion ihres ersten eigenen Katalogs und seit 2001 die Ausstellung ihrer Werke zu ermöglichen. Gleichzeitig sollen Museen und Ausstellungs­­häuser ermutigt werden, neue und innovative Ausstellungs­konzepte zu entwickeln. Jährlich fördert die Stiftung bis zu drei Ausstellungsvor­haben und die dazu gehörigen Kataloge mit bis zu 40.000 €.

 

Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung

 

Die gemeinnützige Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung fördert seit 1968 Menschen und Projekte in Kunst und Kultur, Bildung, Wissenschaft, Gesundheit und Sport und hat sich dafür bisher mit mehr als 680 Mio. € engagiert. Als größte Aktionärin der heutigen thyssenkrupp AG verwendet die Stiftung die ihr aus ihrer Unternehmens­beteiligung zufließen­den Erträge ausschließlich für gemeinnützige Zwecke und verfolgt das Ziel, neue Entwicklungen anzuregen sowie zu Kreativität und Engagement zu ermutigen.

 

Kontakt

 

Barbara Wolf
Leiterin Kommunikation
Telefon: +49 (0)201 188-4809
E-Mail: presse@krupp-stiftung.de