Über das Archiv

Das Historische Archiv Krupp

Mit mehr als zehn Regalkilometern an Archivalien ist das Historische Archiv Krupp das älteste und eines der bedeutendsten Wirtschaftsarchive Deutschlands. Es übernimmt kontinuierlich Quellen, erschließt sie systematisch und sorgt für ihren dauerhaften Erhalt. Als Langzeitgedächtnis unterstützt es interne Projekte der Krupp-Stiftung und der thyssenkrupp AG, ermöglicht aber ebenso externe wissenschaftliche Recherchen. Mit Publikationen, eigenen Präsentationen und der Konzeption sowie Betreuung der Historischen Ausstellung Krupp fördert das Archiv die geschichtliche Bildung. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, Medienvertreterinnen und -vertreter, Museen, Behörden und Privatpersonen nutzen das Archiv mit seinen reichen Beständen an Fotografien, Akten und Artefakten.

Gründung des Archivs

Das Historische Archiv Krupp ist das älteste deutsche Wirtschaftsarchiv und blickt auf eine mehr als hundertjährige Geschichte zurück. Geschichte besaß für Firma und Familie Krupp von jeher eine besondere Bedeutung. Alfred Krupp forderte bereits 1871, dass nichts „verloren gehen möge“. Im Jahr 1905 gründete die damalige Fried. Krupp AG dann mit der neuen Geschichtlichen Abteilung ein Werksarchiv, und wenige Monate darauf richtete Margarethe Krupp in der Villa Hügel außerdem ein systematisch betreutes Familienarchiv ein. Beide wurden Mitte der 1950er Jahre in der Villa Hügel zum Historischen Archiv Krupp zusammengeführt, das seit 1961 seinen Standort im Kleinen Haus hat.

Bestände

Der Rohstoff der Überlieferung befindet sich auf zehn Regalkilometern: Die älteste Urkunde stammt aus dem Jahr 1437, doch der Großteil der Quellen entstand im 19. und 20. Jahrhundert. Das Archiv verwahrt klassisches Schriftgut wie Akten, Geschäftsbücher und Pläne, aber auch Postkarten, museale Objekte und vieles andere. Aspekte der Wirtschaftsgeschichte finden sich ebenso wie solche der Sozial- oder Technikgeschichte, der Militär- oder der Politikgeschichte. Seine Bildbestände sind von internationalem Rang: Sowohl die circa 2,5 Millionen Fotografien als auch die Filme – auf rund 5.000 Rollen – reichen bis in die Frühzeit dieser Medien zurück. Nicht zu vergessen die Unterlagen von Firmen, die im Krupp-Konzern aufgegangen sind: Bochumer Verein, Germaniawerft, Grusonwerk, AG Weser, Koppers und viele mehr. Die Bestände aus der Familie Krupp spiegeln die Tätigkeit der Inhaber in ihrem Unternehmen ebenso wider wie ihre Rolle in Gesellschaft, Politik, Wissenschaft und Kultur.

Besuch

Ein offener Ort: Das Historische Archiv Krupp beantwortet regelmäßig Anfragen aus aller Welt zu Themen aus der Krupp-Geschichte. Es unterstützt Museen mit Exponaten für Ausstellungen oder Fernsehproduktionen mit Bildquellen und ermöglicht Interessenten gerne persönliche Recherchen vor Ort im Lesesaal nach vorheriger schriftlicher Anfrage und Genehmigung.

Unser Benutzerbetrieb ist weiterhin mit Einschränkungen möglich. Der Besuch des Archivs ist nur nach vorheriger Reservierung eines Platzes möglich.

Team & Kontakt

Leitung

Prof. Dr. Ralf Stremmel
Mag. Manuela Fellner-Feldhaus (Stellv. Leitung)

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Dr. Christian Böse
Felix Hartelt, M.Sc.
Britta Korten M.A.
Stefan Lang
Agnes Widmann

Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung
Historisches Archiv Krupp

Villa Hügel
Hügel 1
45133 Essen

T +49 201 188 48 21
F +49 201 188 48 59
E archiv@hak-krupp-stiftung.de