Essener Turn- und Fechtklub e.V.

ETUF e.V.

Der Essener Turn- und Fechtklub e.V. (ETUF) ist ein Mehrsportverein mit Aktivitäten im Breiten-, Jugend- und Leistungssport. Der ETUF geht auf eine Gründung durch Friedrich Alfred Krupp im Jahre 1884 zurück und zählt heute zu den führenden Tennisvereinen Deutschlands. Seit Beginn ihrer Tätigkeit pflegt die Stiftung engen Kontakt zum unterhalb der Villa Hügel am Baldeneysee gelegenen Essener Turn- und Fechtclub (ETUF). Seit 2013 ist der Verein Teil der Route der Industriekultur.

Enstehungsgeschichte

Der ETUF geht auf eine Gründung durch Friedrich Alfred Krupp im Jahre 1884 zurück. Daher trägt der Verein die drei Krupp-Ringe im Vereinslogo. Friedrich Alfred Krupp setzte seine finanziellen Möglichkeiten gezielt ein, um den Verein voranzubringen. In der Nachbarschaft zum bereits bestehenden Kruppschen „Beamten-Casino“ am Limbecker Platz wurde ein neues Vereinsgebäude errichtet, das auch für Turnzwecke genutzt werden konnte. Friedrich Alfred Krupp übernahm die Unterhaltungskosten für das Gebäude und bezahlte auch den Fechtmeister. Ab 1893 kam der Tennissport hinzu, den Friedrich Alfred Krupp in England kennengelernt hatte. Da die Sportflächen in der Essener Innenstadt dem industriellen Wachstum zum Opfer fallen mussten, suchte Krupp nach Alternativen, die er in der Umgebung des firmeneigenen Wasserwerks an der Ruhr unterhalb der Villa Hügel fand. Bei der Standortwahl und der Planung eines Bootshauses zu Erholungs- und Repräsentationszwecken mag auch sein neu gewecktes Interesse am Rudersport eine Rolle gespielt haben. Am 13. Juni 1899 wurde das Bootshaus dem Klub übergeben, bereits zwei Monate später war Kaiser Wilhelm II. während seines Besuches in Essen dort zu Gast. Die Vereinsaktivitäten weiteten sich in der Folgezeit weiter aus: 1910 kam eine Hockey-Riege hinzu, in den 1920er Jahren wurde eine Wintersport- und Wanderabteilung mit einem Sportheim in Winterberg gegründet und 1932 wurde das Sportangebot um eine Segelriege erweitert. Der Schwerpunkt des Vereins verlagerte sich zunehmend an die Ruhr, wo mit der Entstehung des Baldeneysees Anfang der 1930er-Jahre schließlich auf dem heutigen ETUF-Gelände eine dauerhafte Heimstatt für alle Sportriegen gefunden werden konnte.

Schwerpunkte

Heute bewirtschaftet der ETUF ein 36 Hektar großes Clubgelände am Baldeneysee. Der Verein gliedert sich in die Abteilungen Turnen, Fechten, Rudern, Tennis, Hockey, Segeln und Golf. Der Verein setzt sich verstärkt für die Nachwuchsförderung ein und hat ein umfangreiches Jugendprogramm.

Engagement der Krupp-Stiftung

Die Krupp-Stiftung hat dem ETUF e.V. seit 1972 insgesamt rund 2,4 Mio. € für 20 Projekte zugewendet: Im Jahr 2020 wurde beispielsweise die vereinseigene Sportstätte umfassend saniert. Die Stiftung hat die Sanierung zum Teil gefördert.

Aktuelle Förderprojekte

Sanierung der Sportstätten

Der ETUF e.V. erhielt in 2020 von der Stiftung eine Förderung in Höhe von 85.000 €. Bei der Förderung handelt es sich um einen Zuschuss für ein umfangreiches Sanierungsprojekt der vereinseigenen Sportstätten. Die Sanierung umfasst mehrere Einzelvorhaben und beinhaltet insbesondere die Komplettsanierung der großen Mehrzwecksporthalle (2.000 m²), der Tennisplätze, der Steganlagen für Segelboote sowie bauliche und technische Erneuerungen des Bootshauses und der Parkplatzsituation.

Sanierung der Hockey-Kunstrasenanlage

Für die Sanierung der Hockey-Kunstrasenanlage stellte die Stiftung in 2018 Fördermittel in Höhe von bis zu 80.000 € bereit. Um Einschränkungen im Trainingsbetrieb und Zwangsverlagerungen der Ligaspiele der ETUF-Mannschaften auf auswärtige Plätze aufgrund des Verletzungsrisikos für die Spieler zu vermeiden, hatte die Maßnahme eine hohe Dringlichkeit.